Weißgold oder Platin? Die weißen Edelmetalle

Weißgold oder Platin? Die weißen Edelmetalle

Wer sich für einen Verlobungsring oder Trauringe entscheidet, wünscht sich meist ein Design, das zeitlos, edel und beständig ist. Die Farbe Weiß steht dabei ganz oben auf der Wunschliste. Doch beim Blick auf die Details stehen Paare oft vor der Qual der Wahl: Soll es das klassische Weißgold sein oder das exklusive Platin?

Auf den ersten Blick sehen sich beide Metalle zum Verwechseln ähnlich. Doch unter der glänzenden Oberfläche gibt es fundamentale Unterschiede, die über Jahre hinweg den Unterschied machen.

1. Die Farbe: Von Natur aus weiß vs. veredelt

Der wichtigste optische Unterschied offenbart sich meist erst nach einiger Zeit:

Weißgold: Gold ist von Natur aus gelb. Um Weißgold zu erhalten, werden dem Feingold helle Metalle beigemischt. Den strahlenden, kühlen Glanz erhält Weißgold durch eine Beschichtung mit Rhodium. Der Haken:Diese Schicht reibt sich mit der Zeit ab, und ein leichter Gelbstich tritt hervor.

Platin: Dieses Metall ist von Natur aus weiß-grau. Es verfärbt sich niemals. Ein Platinring bleibt auch nach Jahrzehnten farbecht, ohne dass er jemals nachbehandelt werden muss.

2. Beständigkeit: Abrieb vs. Materialverschiebung

Im Alltag sind Ringe ständigen Belastungen ausgesetzt. Hier zeigt sich die wahre Stärke des Materials:

Weißgold: Bei jedem Kratzer verliert Gold eine winzige Menge an Material. Über Jahrzehnte hinweg wird die Ringschiene dadurch ganz leicht dünner.

Platin: Platin ist deutlich zäher. Wenn Platin verkratzt, geht kein Metall verloren – es verschiebt sich lediglich. In unserer Werkstatt können wir diese "Verschiebungen" oft einfach wieder glattpolieren. Ein Platinring behält sein Gewicht ein Leben lang.

3. Das Tragegefühl und Gewicht

Platin hat eine deutlich höhere Dichte als Gold. Ein Platinring wiegt etwa ein Drittel mehr als ein baugleicher Ring aus 18-karätigem Weißgold.

Der Effekt: Viele Kunden empfinden das höhere Gewicht von Platin als besonders wertig und beruhigend am Finger. Es fühlt sich "echter" an.

4. Allergien und Hautverträglichkeit

Für Menschen mit empfindlicher Haut ist die Wahl einfach: Platin ist das reinste aller Schmuckmetalle. Da Platinringe bei uns meist in einer 950er Legierung (95% Reinheit) verarbeitet werden, sind sie absolut hypoallergen. Bei Weißgold können die beigemischten Metalle in seltenen Fällen Reaktionen auslösen.

5. Der Preis-Check 2026

Lange Zeit galt Platin als unerschwinglich. Doch die Marktlage hat sich gewandelt. Da Platin zwar schwieriger zu verarbeiten ist (es schmilzt erst bei sehr hohen Temperaturen), aber der Rohstoffpreis sich dem Gold angenähert hat, ist der Aufpreis für Platin heute oft geringer als gedacht.

Unser Fazit: Wenn ihr einen Ring sucht, der ein Leben lang ohne Farbveränderung und mit maximaler Robustheit glänzen soll, ist Platin unsere klare Empfehlung. Wenn ihr Wert auf ein geringeres Gewicht und einen etwas günstigeren Anschaffungspreis legt, ist Weißgold eine hervorragende Wahl – mit dem Wissen, dass wir ihn in unserer Werkstatt regelmäßig neu rhodinieren können.

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