Der Verlobungsring-Knigge: Müssen es wirklich drei Monatsgehälter sein?

Der Verlobungsring-Knigge: Müssen es wirklich drei Monatsgehälter sein?

Wer im Internet nach dem perfekten Verlobungsring sucht, stößt unweigerlich auf ein ungeschriebenes Gesetz: „Ein Verlobungsring muss drei Monatsgehälter kosten.“ Aber woher kommt dieser Druck eigentlich – und ist er in der heutigen Zeit noch angemessen?

In unserer Werkstatt in Regensburg erleben wir jeden Tag, dass Liebe sich nicht in Bruttogehältern messen lässt. Zeit für einen ehrlichen Check und ein bisschen Entspannung bei der Budgetplanung.

Die Entlarvung: Woher kommt die "Regel"?

Hinter der berühmten Drei-Monats-Regel steckt keine jahrhundertealte Tradition, sondern eine sehr geschickte Werbekampagne aus den 1930er Jahren. Ein großer Diamantenproduzent wollte den Wert der Verlobung an den finanziellen Einsatz koppeln. Was als Marketing-Idee begann, hat sich in vielen Köpfen festgesetzt – hat aber mit der Realität Ihres Lebens wenig zu tun.


Unser Standpunkt: Das Budget muss sich gut anfühlen

Ein Verlobungsring ist ein Symbol für ein Versprechen, kein Finanzprodukt. Wir finden: Der Ring sollte so viel kosten, dass er eine besondere Wertschätzung ausdrückt, Sie aber gleichzeitig nicht mit Sorgen in den neuen Lebensabschnitt starten lässt.


Was in Deutschland wirklich üblich ist:

Statistiken zeigen, dass die meisten Paare in Deutschland zwischen 800 € und 1.800 € für einen Verlobungsring ausgeben. Manche investieren mehr, manche weniger – und beides ist absolut richtig, solange es zu Ihnen passt.


Worauf es wirklich ankommt (statt nur auf den Preis)

Wenn Sie uns in der Goldschmiede besuchen, sprechen wir meistens weniger über Summen und mehr über diese drei Dinge:

Der Stil: Passt der Ring zum Alltag Ihrer Partnerin oder Ihres Partners? Ein handwerklich perfekt gearbeiteter Ring aus fairem Gold ist oft wertvoller als ein überdimensionierter Stein, der im Alltag stört.

Die Langlebigkeit: Wir achten darauf, dass das Material (z.B. 585er Gold oder Platin) so gewählt ist, dass der Ring auch in 30 Jahren noch strahlt.

Die Geschichte: Ein Ring, bei dem Sie sich Gedanken über das Design oder die Herkunft der Steine gemacht haben, hat eine emotionale Tiefe, die man nicht mit Geld kaufen kann.

Ein Tipp für Clevere: Erbgold und Umarbeitung

Haben Sie ein Schmuckstück in der Familie, das nicht mehr getragen wird? Wir können das Gold oder die Steine nutzen, um daraus einen modernen Verlobungsring zu schmieden. Das schont nicht nur das Budget, sondern verleiht dem Ring eine unvergleichliche Familiengeschichte.


Fazit: Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl

Lassen Sie sich nicht von Hollywood-Filmen oder starren Regeln verunsichern. Der „richtige“ Preis ist der, bei dem Sie mit einem Lächeln aus unserem Laden gehen und sich einfach nur auf den Moment des Antrags freuen.


Haben Sie Fragen zum Budget oder zu den Möglichkeiten?

Kommen Sie einfach bei uns in der Regensburger Altstadt vorbei. Wir beraten Sie bodenständig, ehrlich und ganz ohne Verkaufsdruck.

 

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